Warum mir die Sparquote egal ist!

In der Finanzblog-Szene wirst Du immer wieder mit dem Konzept der Sparquote konfrontiert werden. Die Sparquote drückt aus, welchen Anteil Deines Nettoeinkommens für den langfristigen Vermögensaufbau gespart und investiert wird. Daran kann festgemacht werden, in welchem Zeitraum die finanzielle Freiheit erreicht werden kann. Bei einer Sparquote von 50% bist Du zum Beispiel nach 16 Jahren finanziell frei. Heute möchte ich Dir ein paar Gründe nennen, warum mir die Sparquote relativ egal ist und wieso ich diese nur einmal im Jahr berechne.

Fokus auf (zu) geringe Ausgaben

Die meisten richten ihren Fokus darauf, dass sie möglichst wenig Geld ausgeben und dadurch die Sparquote maximal steigern können. Jede Ausgabe wird mehr oder weniger stark in Frage gestellt, weil sie schließlich die Sparquote verschlechtert und damit die finanzielle Freiheit weiter in die Ferne rücken lässt. Ich habe das auch eine Zeitlang bei mir selbst beobachten können, dass ich den Fokus viel zu sehr auf das Senken der Ausgaben gesetzt habe, sodass ich mir selbst nichts mehr gönnen wollte. An den vielen Reaktionen zu meinem Artikel „Du darfst Geld unvernünftig ausgeben“ konnte ich zudem erkennen, dass es nicht nur mir so ging.

Natürlich kannst Du Deine Sparquote auch erhöhen, indem Du die eigenen Einnahmen steigerst und die Ausgaben auf dem gleichen Niveau lässt. Einkommenssteigerungen sind allerdings deutlich schwieriger zu erreichen als Ausgabensenkungen, sodass die meisten durch die regelmäßige Berechnung der Sparquote nur auf die Ausgaben schauen.

Das birgt das große Risiko, dass wir zu geizig werden und uns beim Geld ausgeben schlecht fühlen. Schließlich hält uns das Geldausgeben davon ab, unserer finanziellen Freiheit näher zu kommen. Für mich hat die finanzielle Freiheit auch den mentalen Aspekt, dass ich das Geldausgeben auch genießen kann.

Was bringt es mir, später Millionen im Aktiendepot zu haben, wenn ich es mir nicht wert bin, Geld für mich auszugeben. Dann bin ich zwar äußerlich eigentlich frei, weil ich nicht mehr arbeiten muss. Innerlich habe ich trotzdem immer noch ein Mangeldenken und fühle mich nicht wohl mit dem Geld.

Hohe Sparquote ist ein Abfallprodukt

Der Finanzwesir hat das sehr schön in einem Artikel erklärt. Die Sparquote ist nicht das Ergebnis von bestimmten Einschränkungen bei den Ausgaben und dem Anstreben einer ganz bestimmten Sparquote (z.B. 50 %). Eine hohe Sparquote ist vielmehr das Ergebnis einer bestimmten Lebenseinstellung zum Konsum und dem Bewusstwerden der eigenen Werte.

Du hast für Dich zum Beispiel festgestellt, dass das ständige Konsumieren und Kaufen von neuen Dingen nur für ganz kurze Zeit glücklich macht oder Du hast Dir vor Augen geführt, wie lange Du für eine ganz bestimmte Anschaffung arbeiten musst. Zudem hast Du durch die verschiedensten Finanzblogs gelernt, dass Du Geld bei Versicherungen oder dem Autokauf sparen kannst, ohne auf irgendetwas verzichten zu müssen.

Eigentlich ist es ziemlich leicht, ohne irgendeine Einschränkung 20 % des Einkommens zu sparen, wenn man erstmal seinen Fokus aufs Investieren und Sparen gelegt hat. Es sind nur kleine Veränderungen in der eigenen Einstellung und im eigenen Ausgabeverhalten nötig. Nach wenigen Monaten ist es für einen ganz normal und man kann sich gar nicht mehr vorstellen, mal mehr Geld im Monat gebraucht zu haben.

Meine Sparquote bewegt sich immer zwischen 30 – 40% und ist eine Folge meiner Lebenseinstellung. Ich habe es mir nicht zum Ziel gesetzt, eine ganz bestimmte Sparquote zu erreichen oder zu halten, weil das meiner eigenen Lebensphilosophie widerspricht. Auch wenn ich mit meinem Blogtitel (Finanziell Frei mit 30) bereits sage, dass ich die finanzielle Freiheit sehr früh in meinem Leben erreichen möchte, setze ich mich dadurch nicht unter Druck.

Ich lebe mein Leben nach meinen eigenen Werten und lasse mir nicht durch irgendeine Sparquote vorschreiben, wie viel Geld ich konkret in einem Monat ausgeben darf. Es kommt auf die richtige Lebenseinstellung an und eine hohe Sparquote ist dann einfach nur die Folge.

Investition oder Ausgabe

„Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.“ – Benjamin Franklin

Bei der Definition der Sparquote wird eigentlich nur das Geld eingerechnet, das am Aktien- oder Immobilienmarkt für den langfristigen Vermögensaufbau investiert wird. Durch den Fokus auf eine hohe Sparquote kann es meiner Meinung nach zu einem inneren Konflikt kommen, wenn ich Geld in meine eigene Weiterbildung investieren möchte. Nach der Definition der Sparquote wäre es ja eigentlich eine Ausgabe.

Meiner Meinung nach sind allerdings gerade die Investitionen in das eigene Wissen so wichtig, weil ich dadurch in der Zukunft mein eigenes Einkommen enorm steigern kann und dann auch viel mehr Geld für den langfristigen Vermögensaufbau und zum Erreichen der finanziellen Freiheit übrig habe.

Im letzten Jahr habe ich locker ein Monatsgehalt dafür ausgegeben, um neue Bücher zu lesen oder Seminare zu besuchen. Hätte ich das Geld damals direkt am Aktienmarkt investiert, hätte ich auch nicht so viele neue Dinge gelernt. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich die eigene Weiterbildung langfristig auf jeden Fall auszahlen wird und mich deutlich schneller zur finanziellen Freiheit führt.

Langfristiges Denken

Ich hatte zu Beginn ja kurz erwähnt, dass ich einmal im Jahr meine Sparquote ermittle. Das Ziel ist nicht, eine bestimmte Sparquote zu erreichen, sondern einfach meinen Fortschritt zu messen und zu dokumentieren.

Der Weg zur finanziellen Freiheit ist nämlich ein Marathon und kein kurzer Sprint. Deswegen finde ich es deutlich wichtiger, sich darauf zu fokussieren, wie ich langfristig am schnellsten vorankomme und nicht nur den Blick auf den einzelnen Monat zu richten. Es gibt viele Menschen in der Finanzblog-Szene, die jeden Monat ihre aktuelle Sparquote und die Entwicklung des eigenen Vermögens berechnen.

Meiner Meinung nach hat das allerdings kaum eine große Aussagekraft, ob ich im Februar 2018 jetzt 35 oder 43 % gespart habe. Schließlich kann es immer mal wieder zu einer größeren außergewöhnlichen Ausgabe kommen, die ich nicht verhindern kann. Es bringt mir nichts, zu wissen, wie hoch jetzt die Sparquote in dem einzelnen Monat gewesen ist und führt eher dazu, dass ich meinen Blick auf die kurzfristige Entwicklung lege und das langfristige Bild aus den Augen verliere.

Irgendwann ist die untere Grenze bei den Ausgaben erreicht und weitere Kostenreduktionen wären nur durch erhebliche Einschränkungen in der Lebensqualität möglich. Deshalb lege ich meinen Fokus auch darauf, mein Einkommen in der Zukunft zu steigern und mehrere Einkommensquellen aufzubauen. Mir kommt es darauf an, wann ich die finanzielle Freiheit erreiche und nicht darauf, wie hoch die Sparquote auf dem Weg dorthin war. Die Sparquote selbst ist nur Mittel zum Zweck und sorgt dafür, dass ich meinen Fortschritt messen kann.

Wie gehst Du mit der Sparquote um? Legst Du großen Wert auf die Berechnung dieser Größe?

 

Dieser Gastbeitrag wurde von Dominik von Finanziell-frei-mit-30 erstellt.

Was ist Crowdfunding?

Varianten von Crowdfunding

Crowdfunding bedeutet die Finanzierung von Projekten, Start-Ups in der Gründungs- und Entstehungsphase (im englischen Seedphase) durch eine Vielzahl von Privatinvestoren, die über das Internet als Plattform gewonnen werden. Hierbei versucht die Firma innerhalb eines festgelegten Zeitraums und einer festgelegten Mindestsumme das Projekt bzw. die Firma und das Geschäftsmodell über die Plattform lukrativ zu gestalten. Die Privatinvestoren (im englischen: Crowd) bekommt den Businessplan und den Geschäftsbericht erklärt und kann entsprechend einen Betrag X (im englischen funding) investieren. Vorab wird von der entsprechenden Plattform eine gewisse Mindestsumme deklariert, die benötigt wird, muss um zu investieren. Diese Mindestinvestitionssumme schwankt und ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Meistens geht es bereits ab 25€ bis 250€ los. Crowdfunding lässt sich in vier verschiedene Rubriken unterteilen:

  • Spendenbasiertes Crowdfunding
  • Klassisches Crowdfunding
  • Crowdinvesting
  • Crowdlending

Spendenbasiertes Crowdfunding

Wie der Name schon sagt, beruht das spendenbasierte Crowdfunding darauf, dass die Geldgeber eine Investition tätigen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten. Zumindest nicht in materieller Form. Es hat einen symbolischen Charakter und beruht eher auf Prestige oder für wohltätige Zwecke. Die Projekte, welche hierbei unterstützt werden, sind meistens sozial oder gemeinnützig.

Klassisches Crowdfunding

Beim klassischen Crowdfunding erhalten die Geldgeber ebenfalls keinen finanziellen Benefit für ihre Einlage. Im Gegensatz zum spendenbasierten Crowdfunding werden hier allerdings Projekte unterstützt, welche monetäre Absichten hegen. Dies soll ein Testlauf sein für weitere Finanzierungsrunden im Anschluss. Hier wird das erste Mal das Marktpotenzial getestet, wie der Businessplan bzw. die Geschäftsidee bei Investoren ankommt. Stoßen sie auf Resonanz oder nicht? Wenn nein, war es ein guter Test, wenn ja, kann zur nächsten Phase übergegangen werden dem

Crowdinvesting

Beim Crowdinvesting werden Start-ups oder junge Unternehmen in der Seedphase mit Privatgeldern finanziert. Der Privatinvestor erhält im Gegenzug einen prozentualen Anteil am Unternehmenswert, meistens in Form eines Nachrangdarlehens. Über manche Plattformen wie Companisto kann man bereits ab 25€ in Unternehmen investieren, bei Seedmatch Textlink ab 250€. Das Investment kann aber auch mit einem Totalverlust einhergehen, dieses Risikos sollte man sich bei solchen Investments immer bewusst sein. Es ist hochspekulativ, kann aber auch enormes Potenzial nach oben bedeuten. Folgerichtig sollte man solche Investments als Beimischung in ein gutes diversifiziertes Portfolio mit einbauen.

Crowdlending

Diese Anbieter werben damit, zu günstigeren Konditionen Kredite als bei einer klassischen Bank, für Kreditnehmer und auf der anderen Seite eine höhere Verzinsung für Kreditgeber zu offerieren. Nach einer relativ simplen Online-Registrierung werden verschiedene Daten abgerufen. Beispielsweise werden Identitätsnachweise und Einkommensverhältnisse geprüft. Anhand dessen wird dann ein Scoringverfahren für die Bonität und Risikoeinstufung vorgenommen. Daraus wird dann der Zinssatz für den Kreditnehmer ermittelt, der auf den Investitionsbetrag anfällt. Investoren können somit unterschiedliche Einstufungen vornehmen und sich gezielt informieren über die jeweiligen Parameter und so schauen, in welches Projekt investiert werden soll. Man kann somit schneller und unbürokratischer als bei einer Bank agieren. Ein führendes Portal hierfür ist Auxmoney (Hier Anleger bei auxmoney werden!)

Liebe Börseneinmaleins Leserinnen und Leser

die Freebie Aktion unter uns Finanzbloggern war ein voller Erfolg. Über eine Woche lang konnte man sich auf www.finanzblog-magazin.de verschiedene kostenlose Tools von neun verschiedenen Bloggern downloaden. Dabei waren Themen wie finanzielle Freiheit, effizient vorsorgen mit Aktien sowie Online-Videokurse. Ich hatte mein Buch „Arm durch (private) Altersvorsorge: Wieso Millionen Bürger falsch sparen! Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, Zertifikate, Riester, Rürup und Aktien im Vergleich“ kostenlos zur Verfügung gestellt. Da ich jetzt viele neue Leser in meiner Liste habe, möchte ich meinen Werdegang mal ganz kurz vorstellen. Als einer von wenigen Finanzbloggern bin ich direkt in der Finanzbranche tätig, habe nach meinem Studium bei diversen unabhängigen Vermögensverwaltungen gearbeitet und dort alle Stationen durchlaufen. Angefangen vom Research/Handel über das Portfoliomanagement bei einer exklusiven Boutique im Finanzzentrum Frankfurt habe ich auch im Private Wealth Management sehr vermögende Kunden betreut.

Durch diese Erfahrungen kenne ich die Probleme, Sorgen und Fehler, die häufig gemacht werden. Ich habe mich im Marketing und der PR weiterentwickelt und 2015 meinen Blog www.boerseneinmaleins.de ins Leben gerufen. Aus einem Hobby und Ablenkung vom Zahlenjonglieren am Tage auf der Arbeit habe ich in meiner Freizeit mit dem Schreiben angefangen und als Passion für mich entdeckt. Da ich sehr genau beobachten kann, konnte ich die gewonnenen Eindrücke in diverse Blogartikel ummünzen und versuche dadurch, ein objektives und psychologisches Verständnis für das Thema Börse für den Privatanleger schaffen.

Mittlerweile habe ich über 100 Beiträge geschrieben und mir eine treue Leserschaft aufgebaut. Über 1000 Newsletterabonnenten und über 100.000 Seitenaufrufe seit Start des Blogs sprechen für sich. Zudem habe ich schon einige Bücher über Amazon selbst verlegt. Hier geht es zu meiner Autorenseite. Ein weiteres interessantes Buchprojekt an dem ich gerade mitwirke, kommt Anfang August auf dem Markt und wird einen echten Mehrwert bieten.

Der Titel heißt „Erfolg im Crash“ und wird konkrete Handlungsempfehlungen geben, wie man einen Crash am besten umschifft. Zudem steht für Ende Q4/2017 ein weiteres eigenes Buchprojekt in den Vorbereitungen und wird auch ein Thema behandeln, zu dem es derzeit noch kein vergleichbares Buch gibt. Der Titel: Wie Robo Advisor, Blockchain und Blogger die traditionelle Bankenwelt umkrempeln werden. Es vollzieht sich derzeit ein schneller Wandel in der Finanzbranche, der in fünf bis zehn Jahren einiges an Verwerfungen mit sich bringen wird. Da ich gut vernetzt bin sowohl mit den Robo Advisor (digitale Vermögensverwalter) und der Finanzbloggerszene, kann ich aus erster Hand berichten, wie die Zukunft ungefähr ablaufen könnte.

Zudem werde ich weiterhin regelmäßig meine aktuelle Einschätzung zu den Märkten und Börsen schreiben. Es vollzieht sich hier gerade ein dramatischer Wandel, und die Zeichen verdunkeln sich immer mehr von makroökomischer Seite. Hier werde ich konkrete Entwicklungen aufzeigen, die mich skeptisch stimmen und die von wenigen thematisiert werden. Zudem plane ich gerade, was ich zukünftig in meiner Produktpalette auf dem Blog anbieten werde. Bisher habe ich nur Bücher geschrieben, möchte aber zukünftig auch praxisorientierte Vorschläge bieten. Man darf gespannt sein.
Derweil wünsche ich eine gute Woche und verbleibe mit besten Grüßen

Und auf gute Investments
Ihr Florian Müller

Finanzblogger Ebook Parade

Liebe Investoren,

heute gibt es einen kurzen Newsletter außer der Reihe vom siebentägigen Rhythmus. Der Grund: zu Beginn der Sommerferien stellen einige Finanzblogger kostenloses Lesematerial zu Verfügung. Neben einer Vielzahl an E-Books werden auch Seminare und Online Kurse angeboten.
Finanzblogger Ebook Parade
Die Themen sind vielschichtig, sie reichen vom erfolgreichen Vermögensaufbau bis hin zum Erreichen der finanziellen Freiheit. Mit dabei sind folgende Bloggerkollegen:

  • Dr. Jürgen Nawatzki vom ETF-Blog.com
  • Michael von Geld-katze.de
  • Lars Hattig von Passivergeldfluss.de
  • Jan von Smart-reich-werden.de
  • Christian Baduin vom Hamsterradblog.com
  • Florian Günther von Investorenausbildung.de
  • Rico Ludwig von Erfolgreich-Sparen.com
  • Alex von Reich-mit-Plan.de
  • Sowie meine Wenigkeit, Florian von boerseneinmaleins.de

Wo kann ich mir die Unterlagen downloaden?

Wir haben eine separate Seite eingerichtet. Unter Finanzblog-Magazin.de startet ab heute die Freebie Aktion. Viel Spaß beim Lesen. Ich verabschiede mich privat für eine Woche in den Urlaub und bin ab Mitte Juli wieder mit neuen, spannenden Themen wieder da.

Auf gute Investments
Ihr Florian Müller

Das erste Bloggertreffen Deutschlands in Kassel 2017

Heute berichte ich mal abseits vom aktuellen Marktumfeld, was sich in der Bloggerszene so tut. Ich war letztes Wochenende beim ersten deutschen Finanz Bloggertreffen in Kassel vor Ort! Gekommen waren rund 25 Finanzblogger aus Deutschland. Auf der Agenda war zwei Tage volles Programm angesagt. Verschiedene Themenkomplexe wurden hierbei durchleuchtet. Im Vordergrund stand aber erstmal das persönliche Treffen. Da wir uns alle bisher nur viral gesehen hatten, war dies natürlich auch ein Vergnügen. Ich reiste am Freitag an, um mit Alex von www.reich-mit-plan.de , Michael von www.geld-katze.de und Lars von www.passivergeldfluss.de unser Quartier im Hotel zu beziehen. Samstag am frühen Morgen ging es Richtung Seminarhotel, wo wir uns mit den anderen Bloggern zum Frühstück trafen. Danach versammelten wir uns im Raum und die Vorstellungsrunde der einzelnen Blogger stand an.

Blogger sind auch normale Menschen!

Verschiedene Persönlichkeiten mit hochinteressanten Vitae und spannenden Berichten standen auf der Tagesordnung des Bloggertreffen. Danach sammelten wir gemeinsam, es waren rund 25 Teilnehmer verschiedene Themen, die wir dann in Gruppen bearbeiteten. Die Themen waren hochinteressant. Von Steuer, Gewerbeanmeldung über SEO Optimierung von Content Marketing Texten über Affiliate Links und Emailprogrammoptimierung. Des weiterem standen zur Disposition diverse Marketing-Möglichkeiten, Kooperationen der Blogger und Monetarisierung des Blogs. Es gab viel Austausch und Erfahrungsberichte. Am Abend stand dann das gemeinsame Essen im Wirtshaus an, wo wir an Eckpunkten weiterknüpften und den Abend mit ein, zwei Gläsern ausklingen ließen. Am nächsten Morgen ging es um 10 Uhr weiter im Seminarhotel.

Diese Themen standen beim Bloggertreffen auf dem Programm

Wo geht die Reise hin im Marketing?, wie komme ich mit meinem Artikel auf die erste Seite bei Google? Wie erreiche ich neue Leserinnen und Leser am besten organisch, um meine Präsenz im World Wide Web zu erhöhen? Wo geht die Reise hin, in Richtung Youtube, Podcast oder bleibt weiterhin das Content Marketing das Nonplusultra? Dabei haben wir uns die Entwicklung in den USA angeschaut. Hier ist ein klarer Trend in Richtung Influencer Marketing ersichtlich. Ab welcher Follower-Zahl bei Instagram, Youtube, Snapchat, Facebook und Twitter kann ich damit Geld verdienen und werden Agenturen auf mich aufmerksam?

Highperformer unter Blogger / Youtuber

Bestes Beispiel in diesem Zusammenhang ist Kolja Barghoorn, der mit seinem Sender Aktien mit Kopf bereits über 70.000 Abonnenten bei Youtube hat und mittlerweile den Kopf der Comdirect darstellt. Er hat es geschafft, den Status als „Influencer“ zu erreichen. Somit hat er ein Level für sich bzw. eine Marke geschaffen, die viel wert ist. Um dies geht es letztendlich. Er hat so viele Leute, die sich an ihm orientieren und ihm folgen, dass er für die Werbeindustrie interessant wird und eine hohe Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Fazit Bloggerkonferenz

Am Schluss des Tages standen der Abschied und das Resumé im Vordergrund. Die meisten Blogger zogen ein durchweg positives Fazit der Veranstaltung. Dadurch, dass wir eine Vielzahl von Punkten auf der Agenda abgearbeitet hatten und viele Fragen in den einzelnen Meetings beantwortet wurden, konnte jeder einzelne mit viel Input die Abreise antreten.
Für nächstes Jahr planen wir wieder eine Bloggerkonferenz mit hoffentlich wieder reger Nachfrage wie dieses Jahr. Was steht diese Woche noch auf dem Programm: Am Freitag planen wir Blogger eine Freebie Aktion auf www.finanzblog-magazin.de. Hier werden verschiedene Blogger kostenlose Produkte zum Downloaden offerieren. Im Herbst starten wir dann wieder mit einer Sales Aktion wie der Black Friday bei Amazon. Ich für meinen Teil habe einiges mitnehmen können. Im Fokus sollte nicht die Anzahl der veröffentlichte Artikel stehen, sondern vielmehr die Qualität der Artikel und die SEO-Optimierung. Daher werde ich meine alten Artikel peu a peu überarbeiten.

Gold und Silber Kauf! Was ist zu beachten?

Wieso Gold und Silber eine Alternative darstellen könnten!

Immer wieder werde ich nach meiner Einschätzung zu Gold- und Silber oder speziell dem Erwerb von physischen Edelmetallen gefragt. Dies möchte ich im heutigen Artikel beantworten und meine persönliche Meinung darüber kundtun. Ich finde, diese Edelmetalle gehören in jedes ausgewogene Portfolio als Grundbaustein dazu.

Grundregel Nummer 1: Edelmetalle sollten in physischer Form erworben werden. Mehr als 80% der an der Börse gehandelten Gold- und Silberprodukten sind gar nicht physisch hinterlegt, sondern in sogenannten ETCs (Exchange Traded Commodities) oder Swap-Geschäften unterlegt. Hier würde ich nie kaufen wollen. Natürlich wird bei einigen Produkten damit geworben, dass diese wirklich mit Gold hinterlegt sind und man sich diese auch liefern lassen kann. Dies ist aber sehr teuer.

Die Gewichtung hängt von der eigenen Präferenz für diese Anlageklasse ab. Ein Richtwert könnte dabei Kostolanys Sichtweise sein: 1/3 Immobilien, 1/3 Aktien, 1/3 Edelmetalle. Nach meiner Einschätzung aber sollte es schon mindestens 10% des Gesamtvermögens ausmachen. Nun zum nächsten Schritt, dem Erwerb und seinen Varianten.

Wie kaufe ich physische Edelmetalle?

Es gibt verschiedene Modelle des physischen Edelmetallerwerbs: ich präferiere den anonymen Kauf. Dieses Geschäft ist bis 15.000€ in bar möglich, was bald auf 10.000€ reduziert werden soll. Ob man Gold und Silber in Tafel-, Barren- oder Münzform kauft, kommt auf die individuelle Präferenz an. Eine hälftige Teilung der Investition in die Anlageklasse Gold und Silber ist hierbei empfehlenswert.

Zusätzlich sollte der Kauf bei einem ausgewiesenen und nachweisbar langjährig existierenden Edelmetallhändler erfolgen und nicht an der Ladentheke eines Kiosks stattfinden. Die Spreads zwischen An- und Verkauf sind beim Edelmetallerwerb deutlich höher als bei Transaktionen am Kapitalmarkt. Gerade bei kleineren Mengen liegen diese deutlich über 10%. Je größer die Stückelungen, umso kleiner werden im Umkehrschluss die Spreads zwischen An- und Verkauf. Es gibt natürlich auch Varianten des ratierlich monatlichen Sparplans.

Wo verwahre ich die Edelmetalle?

Es ist auf jeden Fall sinnvoll, einen Handbestand Gold und Silber bei sich daheim, an einem sicheren Ort oder bei einer privaten Sicherheitsfirma im Tresor zu verwahren. Was ich nicht raten würde, sind normale Bankschließfächer bei einer Bank. Im Ernstfall könnte da der Zugang verweigert werden. Eine weitere charmante Lösung ist die Lagerung der Ware außerhalb der EU. Hier bieten sich ab größeren Investitionsvolumina von >15k€ Möglichkeiten an wie beispielsweise eine Zollfreilagerung in Zürich oder Kanada. Diese Standorte sind prädestiniert dafür.
Summa summarum gibt es einiges zu beachten beim Gold und Silberkauf. Eine gezielte Recherche ist unbedingt notwendig.

Auf gute Investments
Ihr Florian Müller

Die Illusion der steigenden Immobilienpreise?

Steigende Immobilienpreise

Die Immobilienpreise in Frankfurt steigen weiterhin unaufhaltsam. Ein bekannter Immobilienmakler und Freund von mir vermietet derzeit den Wohnraum für 40€/qm². Dies grenzt fast an Absurdität. Gerade in den Ballungszentren mit Top Lage scheint eine Preisexplosion stattzufinden. Ich sprach diese Woche ebenfalls mit einem Mitarbeiter einer Bank, der in der Kreditvergabe tätig ist. Er sagte mir, dass sie derzeit Kredite für Wohnungs- oder Hauskauf ohne Eigenkapital vergeben. Es müssen nur in den nächsten 5-10 Jahren die Zinsbindung auslaufen und die Zinsen wieder leicht steigen, dann wird die Immobilie für viele zum wirtschaftlichen Dilemma.

Immobilienpreise und Finanzierung

Etliche sind nämlich heute schon mit der Tilgung am Anschlag. Es mag nur ein unvorhergesehenes Ereignis (Krankheit, Arbeitslosigkeit) eintreten und schon wird die Immobilie eine finanzielle Gefahr. Noch absurder werden derzeit in Gebieten, wo kein Bauplatz mehr erschlossen werden kann, Grundstückspreise über Zwangsversteigerungen nach oben gesteigert. Hier herrscht derzeit eine regelrechte Euphorie und ein zyklisches Verhalten in Immobilien ist unübersehbar.

Was auch vielen Arbeitnehmern nicht bewusst ist, dass die Digitalisierung und Industrie 4.0 in den nächsten 10 Jahren vollends durchschlagen wird. Etliche Arbeitsplätze werde davon betroffen sein und nach ersten Schätzungen werden mindestens 30% der Arbeitsplätze in den nächsten 10 Jahren durch den technischen Fortschritt wegfallen. Diese Gefahr wird nirgends definiert, geschweige denn von der Politik thematisiert. Viele Arbeitsplätze werden sang- und klanglos wegrationalisiert und an ihre Stelle tritt ein Roboter mit einem automatisierten Verfahren. So sieht die Zukunft aus. Wie geht es weiter?

Immobilienblase in Kanada nimmt ein trauriges Ende

In einem Land, das flächenmäßig deutlich größer ist als Deutschland, sind in den Metropolen die Immobilienpreise deutlich nach oben gestiegen in den letzten Jahren. Jetzt hat es die Home Capital Group erwischt. Hier scheint die erste Immobilienblase geplatzt zu sein. Es wird zunehmend grotesker auf der Welt. Im Gegenzug steigt die Kryptowährung Bitcoin auf ein neues Allzeithoch und das Vertrauen in das Papiergeld scheint zu sinken. Was droht demnächst? Die Blase in Deutschland ist unverkennbar.

Die exorbitante Verschuldung weltweit gerät so langsam aus dem Lot und wie in Kanada sind die ersten Anzeichen einer Überhitzung speziell im Immobiliensektor bereits deutlich vorhanden. An den Aktienmärkten ist ein wenig Ruhe eingekehrt. Nach dem Allzeithoch beim Dax von über 12.800 Punkten befinden wir uns derzeit in einer Konsolidierungsphase knapp unterhalb des Hochs. In den USA sind wir beim Dow Jones minimal unter dem Allzeithoch derweil und die konjunkturellen und makroökonomischen Zahlen sind gut. Es bleibt weiterhin extrem spannend. Man sollte bedächtig agieren und mit Argusaugen die Finanzmärkte beobachten.

Auf gute Investments
Ihr Florian Müller

Die Wahlen in Frankreich und die Auswirkungen auf die Börse

Der linksliberale und parteilose Präsidentschaftskandidat Macron gewinnt im ersten Wahlgang mit knapp 24% vor Marion Le Pen von der Front National, die mit knapp 22% zur Stichwahl gegen Macron am 7 Mai antritt. Ein hauchdünnes Ergebnis der zwei Kandidaten, die unterschiedlicher nicht seien könnten. Ein Pro EU_ Kandidat gegen eine FREXIT_ Befürworterin. Man darf gespannt sein, wie es am 7.5.2017 letztendlich ausgeht. Die wirtschaftliche Lage in Frankreich ist weiterhin nicht sehr berauschend und dringend notwendige Reformen müssen schnell umgesetzt werden, um die Konjunktur anzukurbeln.

Die Arbeitslosigkeit ist immer noch hoch und die Löhne stagnieren weiterhin. Jeder vierte Franzose unter 25 Jahren ist ohne Arbeit. Frankreich hat sich wirtschaftlich gesehen nicht großartig weiterentwickelt und somit ist auch der Unmut begründet. Die tendenziellen Entwicklungen sorgen weiterhin für großen Gesprächsbedarf im Euroraum. Neue Impulse, aktives Gestalten von Reformen und schnelle Umsetzungen könnten ein Rezept dagegen sein. Hier stellt sich die Frage, inwieweit dies von politischer Seite in die Tat umgesetzt wird. Eine weitere jahrelange Stagnation in Europa, wie es in den letzten Jahren der Fall war, können wir uns nicht mehr leisten. Die Länder speziell in Südeuropa müssen dringend an konjunktureller Fahrt aufnehmen.

Zeichen kurzfristig gesehen weiterhin auf Grün

Das vorläufige Ergebnis sollte am Devisenmarkt den Euro deutlich stärken und nach oben bewegen über die Marke von 1,09 €/USD. Eine Erleichterung dürfte sich breit machen und die Aktienmärkte stabilisieren. Von konjunktureller Seite stehen die Zeichen kurzfristig gesehen weiterhin auf Grün. Die Rekorddividenden von über 30 Milliarden €, die in Deutschland an die Aktionäre ausgeschüttet werden, sind ein klares Zeichen der wirtschaftlichen Stärke insbesondere der einheimischen Unternehmen. Die Zeichen aus Amerika habe ich in den letzten Artikeln schon angedeutet. Sie sind meines Erachtens nicht sehr berauschend und eine Überhitzung sichtbar. Wichtige Indikatoren wie der LEI Index und Shiller KGV sind für mich wichtige Indizien in meiner Beurteilung.

Die geplante Steuerreform von Trump wird größtenteils die ohnehin schon reiche Elite bevorzugen und keine große finanzielle Entlastung für die breite Bevölkerung bringen. Der Großteil der Amerikaner wird weiterhin geschröpft und hat wenig Perspektive. Zudem nimmt die Verschuldung in allen möglichen Bereichen dramatische Ausmaße an. Beispielsweise sind Studienkredite, Autokredite und Wertpapierkredite auf Rekordständen angelangt. Am 28.4 folgt zudem der Shot Down und der wieder mal drohende Staatsbankrott der USA. Dunkle Wolken, wohin das Auge reicht. Der Patient wird nur durch die Notenpresse und das billige Geld aufgeputscht. Es ist wie ein Komapatient, der mit Drogen im Sterbebett künstlich am Leben erhalten wird.

Auf gute Investments
Ihr Florian Müller